Allegorie/Lokalität, 2024
Sandguss, SW-Digitaldruck auf 80g/m² Munken Lynx
20x20x5cm, DINA4

Seit der Antike dienen weibliche Figuren als Personifikationen von Nationen und Regionen. Römische Münzen zeigten besiegte Provinzen als Trauerfiguren, während die Stadtfigur Roma unter Augustus zur zentralen Identifikationsfigur wurde. In der Renaissance gewannen weibliche Allegorien als nationale Symbole an Bedeutung. Figuren wie Helvetia oder die Marianne stärkten ab 1800 nationale Identitäten. 
In Europa verbreitet, fanden sich solche Darstellungen später auch außerhalb, oft mit kulturellen Anpassungen. Besonders in Osteuropa sind sie mit Kriegsdenkmälern verknüpft. Ihre Darstellung reflektiert patriarchale und koloniale Strukturen, was ihnen eine ambivalente Symbolik verleiht.

»Dazwischen eine halbe Scheibe« @burg_halle @klasse_malereiglas Raum104
Together with Coco Martina Brüschweiler, Sophie Heinisch, Ines Wassermann, Giulia Chauvistré, 
Hannah Luise Koch, Clara Rudolf

Photos by Rouven Guder




 Updated 16.12.2025 © Vahdeta Tahirović